Historie

HistIcoDie Stadt Lovosice ist in Archivkunden zum erstenmal am 12. 4. 1143 als zu dem Strahov-Kloster gehörendes Dorf angeführt. Am 12. 4. 1143 schenkte Fürst Vladislav der II. dieses Dorf zusammen mit dem dorf Žernoseky den Prämonstratensern im Strahov, die hat er aus Steinfeld berufen.Dann hatte Lovosice viele Besitzer, zu den wichtigsten gehört z.B. Stamm von Waldstein. Der Hofkämmerer Kaisers Rudolfs des II. Adam von Waldstein hat am 22. 6. 1600 um die Stadtbeförderung gebeten und seine Forderung wurde schon am 4. 7. 1600 erfüllt. Die Majestät ist tschechisch geschrieben und ihre Abschrift ist in Leitmeritz in Archiv aufbewahren. Lovosice hatte damals 500 –700 Einwohner.

Weil Lovosice auf dem Weg aus Dresden nach Prag liegt, leidete diese Stadt an allen Kriege, die in dieser Richtung verzogen haben – der 30jähriger Krieg, auch Napoleonskrieg und Preußisch- österreichischer Krieg im J.1866. Die bekannteste ist aber sogenannte Schlacht bei Lovosice (Lobositz), die am Anfang des Siebenjährigen Krieges verlief. 30 000 Soldaten von Maria Theresia wurden von Preußen geschlagen. In der Schlacht ist auch General Radicatti gefallen, er wurde in der Kathedrale in Litoměřice begrabt. Seine Witve ließ zu seiner Ehre auf dem Schlachtort eine Kapelle bauen. In der Stadt wurde auch Gedänksäule zum Gedächtnis Joseph des II. und seiner Aufenthalt in Lobositz gebaut – im J.1995 wurde restauriert.

Nach der Schlacht am Weißen Berg fängt Germanisierung der Stadt an. Im 19. Jh erschuf Lovosice einen großen Aufschwung, obwohl Anfang des Jahrhunderts nicht glücklich war. Im J.1809 brannte fast ganze Stadt nieder, aber bald wurde sie wieder erneuert, vor allem dank dem neuen Stadtbesitzer Jan Schwarzenberg. In Jahren 1817 –1821 wurde die neue Landstraße Terezín – Lovosice – Teplice erbaut, und im J.1844 die erste Fabrik – Dampfmühle. Seit dem J. 1850 ist die Eisenbahnstrecke Praha – Lovosice eröffnet. Eine große Bedeutung hatte auch Hafen.Von J.1849 –bis 1960 war Lovosice Sitz eines Bezirksgerichtes. Freie Stadt – also nicht mehr untertätige – wurde im J.1850 konstituiert. Die Stadtentwicklung ist schnell fortgeschritten. Im J. 1854 gründete Augustin Tschinkel eine Fabrik für Zichorieherstellung ( heute DELI) und Schwarzenbergs gründeten Zuckerfabrik und Bräuhaus.

LovosiceKunikeIcoDer Vorteil der Stadt besteht in einer günstigen Anbringung, vor allem was den Verkehr betrifft. Die Eisenbahn hat Lovosice schon im J.1850 mit Deutschland und Praha verbunden und am Ende des 19. Jhs war diese Stadt ein wichtiger Verkehrspunkt. Wegen der Eisenbahn und dem Fluß wurde die Stadt vor allem nicht in Breite, sondern in Lange aufgebaut. Die Lage der Stadt gab gute Vorraussetzungen für Handel- und Industrieentwicklung.

Chemieindustrie kann man in Lovosice seit J. 1900 finden, T.Gröger gründete in Felden nach Terezín eine Werkstatt, die Erzeugnisse wie Schmieren, Putzöle und synthetisches Harz hergestellt hat. Im J. 1903 hat A. Schram gleich neben Grögers Werkstätten eine neue Fabrik gebaut, die sich auf Düngemittel und Schwefelsäure spezialisierte. Im J. 1923 entstand ein Betrieb für Kunstseideproduktion. Diese zwei Betriebe wurden im J. 1951 verbunden.

MlynIcoIm J. 1958 wurden alle Chemiebetriebe in Lovosice in einen verbunden, der SECHEZA (Northböhmische Chemiebetriebe) genannt wurde. Der Grund der Herstellung bestand in Produktion von Schwefel – und Salpetersäure, Amonniak, Phosphaten, Kunstdüngen, Korrdfaden. In 70. und 80. Jahren kommen einige Veränderungen in Produktionsplan vor – es wurde z.B. Produktion von Schwefelsäure und Phosphaten aufgelassen und Flüssdüngenerzeugung aufgenommen. Zu den größten Vermögensrechtlichen- und Produktionsveränderungen kam in 90. Jahren zu – der Nachfolger SECHEZA ist Lovochemie, Aktiengesellschaft, geworden, heute der größte Produzent der Kunstdüngen in der Tschechischen Republik. Es wurde auch neue moderne Produktionseinheit mit anderen Produkten geöffnet, auch Sortiment von Kunstdüngen wurde verbreitet. Die Firma Glanzstoff Bohemia, G.m.b.H .kam in Besitz von Viskose- und Korrdseideproduktion.

Während des 2. Weltkrieges gehörte Lovosice zu dem letzten Okkupationsgebiet. Teil der tsch. Bevölkerung ist in Binnenland weggegangen und in Lovosice sind nur etwa 600 Tschechen geblieben. Am Kriegsende kam in der Stadt zu einem tragischen Vorfall zu. Die 8 Bürger wurden am 8.5.1945 von Nazisten aus dem durchgefahrenen Panzerwagen erschossen, als sie eine Sitzung entlassen haben, um die angeblich kommende russische Kampfwagen zu willkommen. Am 28. 10.1945 wurde diesen Gefallenen eine Gedanktafel am Ölfabrikgebäude (heute ANIVEG) aufgedeckt.



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